Politische Abteilung
 
 

 
 
 

Diese Abteilung hat die Aufgabe, zur Vertiefung und zum Ausbau der politischen Beziehungen zwischen der Islamischen Republik Iran und der Schweizerischen Eidgenossenschaft beizutragen. Sie beobachtet die Entwicklungen beider Länder, um angemessene Mechanismen zu diesem Zweck vorzuschlagen. Im Folgenden werden die Entwicklung der bilateralen Beziehungen vor und nach der Islamischen Revolution sowie der gegenwärtige Stand der Beziehungen kurz dargestellt:

Geschichte der Beziehungen

 

Die diplomatischen Beziehungen haben vor einem Dreiviertel-Jahrhundert begonnen. Die Iranische Botschaft wurde im Jahre 1917 in Bern eröffnet. Die Schweiz nahm ihre diplomatischen Aktivitäten in der iranischen Hauptstadt Teheran im Jahre 1933 mit der Eröffnung ihrer Botschaft auf. Im Jahre 1950 wurde das Iranische Generalkonsulat in Genf eröffnet. Aus den bilateralen Beziehungen bis zur Islamischen Revolution im Februar 1979 gingen zwölf zwischenstaatliche Abkommen in den Bereichen Politik und Wirtschaft hervor. In dieser Zeit richtete sich das Interesse beider Länder im Großen und Ganzen auf den Ausbau wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zusammenarbeit.


Fortgang der Beziehungen mit der Islamischen Republik Iran

 

Die Beziehungen der Islamischen Republik Iran zur Schweizerischen Eidgenossenschaft entwickelten sich im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern trotz vieler Höhen und Tiefen sehr gut und freundschaftlich. Die Schweiz gab unmittelbar nach dem Sieg der Islamischen Revolution die Anerkennung der neuen Regierung bekannt, so dass die Botschaften beider Länder ihre diplomatischen Aktivitäten auf Botschafterebene fortsetzen konnten. Dem Gebot ihrer Neutralitätspolitik entsprechend beteiligte sich die Schweiz an keinerlei offenen Aktivitäten und Wirtschaftsembargos gegen die Islamische Republik Iran. Nach der Revolution und der Verschlechterung der iranischen Beziehungen zu einigen westlichen Ländern übernahm die Schweiz auf der Grundlage dieser Neutralitätspolitik die Interessenvertretung Irans in einigen dieser Länder oder auch umgekehrt deren Interessenvertretung in Iran. In einigen Fällen dauert dieser Zustand bis zum heutigen Tage. Die Schweiz vertritt zurzeit die Interessen der Islamischen Republik Iran in Ägypten und die Interessen der USA im Iran.

Abgesehen von einer kurzen Zeitspanne haben sich beide Länder stets bemüht, die bilateralen Beziehungen auszubauen und zu vertiefen. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist der gegenwärtige sehr gute Stand der Beziehungen. Die gegenseitigen hochrangigen Besuche haben zur Vertiefung der Verständigung beigetragen und zu immer mehr Begegnungen auf höherer Ebene geführt. Der Besuch des iranischen Außenministers Dr. Kharrazi in Bern im Juni 2000, seines Stellvertreters Dr. Ahani im Jahre 2001 und die Gegenbesuche des schweizerischen Wirtschaftsministers und des Außenministers in den Jahren 2001 und 2002 sowie der Besuch des iranischen Wirtschaftsministers im Mai 2003 in der Schweiz zeugen von dem politischen Willen beider Länder, die Beziehungen zu vertiefen.